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Playlist
intro
Noclu – Skankah
Dreadlock Tales – Prana Dub
Hi Towa – Low Level
Matchbox Orchestra – One Fine Day
Klangschwester & Matieu – Forbidden Fruit
Tua – Keiner Sonst (Audhentik Remix)
Niels Binias – To The End

HÄGEN DAZ
ähem,wir haben wohl auch verpeilt,die Tracklist mitzuschreiben…

ICKE WIEDER
Bob Marley – Jamming (Banx & Ranx Remix)
Subquasar – Even Higher
Kapture – I’ve Missed You
Niels Binias – Not Your Fault
Submeto ft Sonority – Floating
Manu Shrine – Chemist’s Can’t Sew Together
Moseqar feat. Zoe Phillips – Nobody Knows
outro

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Platte der Woche: Carlos Nilmmns – Subculture EP [Ornaments 20]

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Eine der ganz großen Platten Ende letzten Jahres war die aktuelle Ornaments von Carlos Nilmmns, seines Zeichens Analogfetischist aus den UK. Fängt an wie morgendlicher Spaziergang durch das verlassene Detroit, mit dem Empfinden, dass man hat, wenn das zum Parkhaus umfunktionierte Central Theatre sieht: nämlich etwas retrofuturistisch anmutendes. Ein Opener, der wirkt wie eine bayrische Barockkirche für Kitschverfechter.

So kann Cavern auf die bereits etablierte Stimmung zurückgreifen, die nochmals getoppt wird, durch den slammenden, an Acid angelehnten Beat, der mit verlangsamtem Hall und dem Aufstieg eines Lichtphänomens, die fröhlichere Variante eines Alan-Oldham-Comics darstellt. Aber irgendwo hat das auch was japanisches, wenn zuerst ein temporeduziertes Glockenspiel in „From Sunset To Twilight“ ins Spiel kommt, bevor die Geisha zum Housetanz in „Places and Spaces“ lädt.

Den Abschied macht dann ein Outro, dass wiederum ganz Endsequenz eines Science-Fiction-Streifens ist, den man am liebsten sofort anschauen würde. Definitiv ein zukünftiger Klassiker und die perfekte Analogerweiterung für Ornaments nach Michals Roland Orchestra.

Reinhören

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Rhauder – Live Jam [Polymorph 008]

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Livesessions haben ja oft den Vorteil, dass man sich nur dem Gefühl hingibt und mehr into it ist, als beim zwangsweise verkopften Arrangieren später. So folgt auf das erwartungsvolle Intro eine Art Tuba die, mit Snares garniert, an die Produktionsweise eines Carl Craig erinnert, ohne dass er schlecht kopiert würde.

Einfach nur ruhig und ungemein intensiv wie das bei Rhauder vonstatten geht. Im youANDme Remix wird erstmal alles Feuchte ausgesogen, bis der Track trocken wie der Unterboden eines Rallye-Paris-Dakar-Wagens ist. Doch auch hier Intensitätssteigerung, nur in einer dermaßem bösen Abwandlung, dass man fast vor dem Synth in Deckung gehen möchte.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Rhauder – Live Jam
[via polymorph.es]

Dass diese Platte auf Ornaments erschienen ist, wie ich in der aktuellen De:Bug behaupte, ist natürlich falsch.

Anhören und freuen

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Floppy Sounds – City for Sale [Wave Music 50205]

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Ein düsterer Jack mit mittneunziger Orgelspaziergang durchströmt den Raum. Klar, dass da eine andere Atmosphäre herscht als in einem geleckten Vorraum eines altehrwürdigen Altbaus. Eher so leicht angeraunzt, obwohl die Lust vor lauter Poppers kaum auszuhalten ist, ohne in tiefe Demut vor Jack zu verfallen. Lustige Vorstellung. Vor allem wenn es bei Robert Rodriguez noch als Anti-Paradise-Garage durchschimmert. Tja, trotzdem bedient er es. Und zwei Remixe kommen auch ohne Vocals aus. Kein gutes Omen? Interessiert das jemand? Einfach spielen und wohlfühlen. Und dank Tedd Petterson ist für jeden was dabei – obwohl seine 80er-Raps außer einem heiteren Lachen nichts entweichen lassen. Einfach ausprobieren – ist eine von den Guten.

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Compilation des Monats: Tokyo Dawn Records – The Heat

Die erste Compilation des Frankfurter Labels Tokyo Dawn, die mich restlos begeistert. Tokyo Dawn, die eigentlich aus der Demoszene kommen und vor 7 Jahren mal einen Track für einen Imagefilm von mir beisteuerten, scheinen nach ihrem Relaunch im Jahre 2009 das von Dego McFarlane und Marc Mac aka 4Hero begonnene Projekt eines 21st Century Soul konsequent weiterführen zu wollen. Das hier klingt nach Motown, nach Roots Manuva Dub, nach Urban Beats und ganz viel brennendem Chrom.

Jimetta Rose eröffnet die Compilation mit einem kleinen musikalischen Veuve Cliquot, dicht gefolgt von dem Tanzbodenfeger ‚Wake 2.0‘ von Kris Mars, dessen treibender Funk-Lick-Groove auch von Timbaland, Common oder Kanye West stammen könnte.

Soulparlor knüpfen dann wieder an das Eröffnungsstück an, sind mir aber etwas zu ‚Jamiroquaiesk‘ im Abgang. Auch der spirituelle Rosenaktivismus-Song von Georgia Anne Muldrow hat mich erstmal genervt, gewinnt aber nicht zuletzt dank dem exzellenten (Free)Jazz-Piano bei jedem neuen Hören an Qualität. Der heimliche Star dieser Compilation! Mos Def ist von der Dame so begeistert, dass er sie im Interview mit der New York Times gar mit Ella Fitzgerald und Nina Simone verglich.

Mit Black Consciousness geht es dann auch weiter: Wallis Bird lässt die Männer auf sanfte Art wissen, was eine Frau wirklich braucht. Etwas zu verspult ist mir dann der Jay Scarlett-Joint ‚Gentle Persuasion‘. Der Passauer Swede:art versucht sich ebenfalls an Black Consciousness mit einer philosophisch angehauchten Linguistikkritik.

An zentraler Stelle befinden sich meine Lieblingstracks: Addiquit mit ‚Open Eyes‘ und Exes4Eyes ‚Blow You‘. Beide gehen unglaublich (neo)funky nach vorne und grooven den Hörer in eine Art sexy Trance, die mich schon fast in einen Fahrradunfall hineinbefördert hätte.

So geht es hochqualitativ weiter und eigentlich jeder Trank enthält mindestens eine nette Überraschung, wie die freshe Loop-Perkussion in Donn Ts ‚Kisses‘ oder die Minnie Ripperton-Fender Rhodes in Ronnie Vindahls ‚Head Over Heels‘.

Bis auf wenige etwas schwächere Tranks hinterlässt ‚The Heart‘ ein ähnlich euphorisches Gefühl der Verliebtheit wie einst das Chapter 1 von ‚Two Pages‘, was schön ist, denn anders als das damals geliebte Mädchen ist die Musik ewig und dazu auch noch käuflich. Ein absoluter Herzwärmer für den Herbst.

Buy & Listen

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Thabo – The Machines [Ornaments 016]

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Mit einem verhangenen Polka-Rhythmus und zehn Katalognummern später beginnt Thabos [zweite EP] auf Ornaments. Nach dem sommerlichen Überhit, der soundmäßig schon ein kleiner Ausreißer war – dreht sich die Nadel aus der Höhe der Euphorie in die Tiefen des Dub. Doch auch nicht allzutief.

Eher noch in der Mitte, ohne mittelmäßig zu sein, baut sich klar gegliedert alles auf, fügt sich eins nach dem anderen zusammen. Nur statt großer Geste sind es die feinen Unterschiede, die Thabo fein säuberlich herausarbeitet, ganz so als hätten ihm Bourdieus Fleischkonsumtabellen als Vorbild in Sachen minimaler Differenzen – etwas abgewandelt: ‚Das kleine ist mehr als die Summe seiner Teile‘ – Pate gestanden. Dubbiger Rave also mit angezogener Handbremse, ganz so als sei Minimal(ismus) eben doch ein geniales Konzept, statt Schindluder mit Hallräumen. Sehr gelungen dieser versteckte Hit.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Thabo – The Machines
[via ornaments-music.com]

Fosters Remix von ‚The Machines‘ klingt sowas nach Moodymanns ‚Dem Young Sconies‘, dass es glatt als dessen Remix durchgehen könnte. Sofern es sich um das Fundament handelt, schließlich versöhnt er den 97er Killer aus Detroit mit kreisenden Choruspads und einer gehörigen Portion Deepness. Allerdings will der Funke nicht so ganz überspringen.

Hören und Genießen

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Platte des Tages: Unknown – Escape [Aldebaran 001]

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Vinyl strikes back. Wieder einmal. Und wieder limitiert. Für diesen zeitlosen Dubtechno aber auch mehr als gerechtfertigt, dieser seinerseits zeitlose Tonträger. Aldebaran ist also ein Sternenbild, das 65 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Man wird zwar nie wissen, ob die Dubs soweit ins All hineinreichen, doch dringen sie tief in den Körper/ins Bewusstsein ein, vor allem die männlichen leicht leierigen Vocals setzen sich ungemein fest und beglücken jeden Moment.

Einfach hittig, da brauchen sich auch die Dubs keine zwei Parsec auszubreiten. Spitzen Track. Die B geht trockener und mit Bandechos zur Sache. Ebenfalls schön mit seinem mehr nach vorne gehendem Drive.

Anhören und Kaufen

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Penner + Muder – Same Monkeys, Different Zoo [Moodmusic 012]

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Nach ihrer formidablen Single ‚Are You Lost‘ tat sich das Hamburg-Berlin-Duo auf Wunsch des Labelbetreibers Sasse erneut zusammen um isein Debut-Album zu produzieren. Und das strotzt nur so von Sehnsucht in den Flächen, Deepness in den Sounds und überraschender Einsätze.

‚Let the music play‘ verzaubert mit einem grenzenlosen Stringsound, ebenso ‚In This Room‘, dessen tiefe Melodie immer mehr an Intensität gewinnt. Angedubbt wird bei ‚Sunset Blvd‘. Auch die Vocaltracks ‚Speak your mind with Plasmik‘ und ‚Time has come” sind superb. Gerade letzterer schafft es die Melancholie dank motivierender Vocals zu durchbrechen.

Insgesamt ist das Werk sehr homogen und schafft mühelos den Spagat zwischen Clubanspruch und Homelistening. Dieser in verschiende House-Richtungen gehende Longplayer wird sicher eines der großen Alben 2010 werden.

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Portformat – The Repeat Factor Remixes

Zum am 3. Dezember 2009 auf dem Label Tokyo Dawn Records erschienenen Album ‚The Repeat Factor‘ von Portformat erscheint Ende nächsten Monats ein Remix-Album von u.a. Swede:art, Comfort Fit, Alien Entertainment und Soulparlor.

Portformat Cover

Die Remixe sind in Produktionsstil und -technik sehr vielfältig und ein klein wenig durchwachsen, so dass mein Herz nur für circa sechs Tracks richtig heftig schlägt. Die von mir hochgeschätzten Vokalisten Dudley Perkins und Georgia Anne Muldrow können hier mal nicht recht überzeugen, zumindest gefallen mir beide Mothership-Remixe (Opolopo / Comfort Fit) nicht so gut. Eher für den open-minded Dancehall-Floor, zu sehr nach vorne gemischt und offensichtlich shuffelnd.

Knock Knock im Resound-Remix geht dafür richtig ab. 90s Techno-Lead Synths haben natürlich immer einen Platz in meinem Herzen und geben dem dubbigen Schieber einen freshen Touch! Auch Negghead haben sich an Knock Knock versucht und machen Barry White alle Ehre. Hierzu möchte man mit einem Pontiac Firebird über den Broadway cruisen.

Bei U$ feat. Suzi Analogue shreddert Dandario den Soultune etwas zu sehr durch die Roots Manuva/Dabrye-Mühle, so dass der Track nur noch auf Crack richtig Spaß macht und auch Jedeye nimmt bei U Gotta Find zu sehr das Tempo raus. Das wobbelt ganz amtlich, ist aber auch nicht auf der aktuellen Dupstep-Höhe…

Andreas Saag zieht dagegen das Tempo an und peitscht einen unerwarteten Floorfiller mit Hüftschwung-Torkelgroove aus dem Original heraus. Nervt mich aber auch ein wenig.

Die deutschen Soulparlor machen aus Fairy Child einen 4Hero-artigen NuSoul-Track, von denen es ja nie wirklich genug geben kann. Sehr schön.

Eigentlich müßte der Alien Entertainment Brightstar Dub von Life Water viel, viel länger sein, ist aber auch so der beste Remix der Platte. Mysteriös schlingernder Groove, pfundige Bassline und funky Drumprogramming.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Life Water feat. Thesaurus Rex (Alien Entertainment Brightstar Dub)
[via tokyodawn.net]

Swede:art macht mit dem It’s on-Remix einen guten Job, gefolgt von schönen dicken Rockdrums und Discobassline von Ronni Vindahl, der eine ganz andere Interpretation von Fairy Child und das einzige uneingeschränkt tanzbare Stück der Compilation abliefert.

Résumée: Sechs von vierzehn Tracks absolute Hammer, für Kenner des Originals auch noch ein paar interessante Bearbeitungen und ein paar nervige Tracks. Wobei die härteren Dancehall/Ragga/FreakFunk-Bearbeitungen vielleicht auch eine ganz eigene Klientel ansprechen.

Releasepage mit Prelistening – Available April 29th 2010

Vor zwei Jahren im Juni lag ich eine Woche untätig am Strand von Tel Aviv, weil ich die Dauer meiner ersten Middle East-Reise etwas überdimensoniert hatte. Damals hat mir der Digital Laptop Reggae Mix von Kraftfuttermischwerk das ohnehin schon entspannte Leben versüsst und ich bin auf das Label jahtari.org aus Leipzig aufmerksam geworden.


[via das_kfmw]

Von Saetchmo gibt es nun einen Re-releasten Mix, der – laut Saetchmo – damals jahtari in Berlin bekannt gemacht hat. Da ich wie Ronny nicht glauben kann, das Angel von Massive Attack unter CC-Lizenz steht, wie all die anderen Tracks, verweise ich auf die Playlist bei soundcloud.com.