{"id":1487,"date":"2011-06-20T17:11:16","date_gmt":"2011-06-20T16:11:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.realvinylz.de\/?p=1487"},"modified":"2016-06-15T12:03:05","modified_gmt":"2016-06-15T11:03:05","slug":"platte-der-woche-the-von-duesz-dynamo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/realvinylz.net\/?p=1487","title":{"rendered":"Platte der Woche: The Von Duesz &#8211; Dynamo"},"content":{"rendered":"<p>Die Bielefelder Formation <a href=\"http:\/\/www.thevonduesz.com\/\">The Von Duesz<\/a> macht Live-Musik f\u00fcr den Club. Mit Beats (Florian Sch\u00e4ffer), Moog und Rhodes (Henning Rice), Saxophon (Ismail \u00d6zgent\u00fcrk) und diversem elektronischen Equipment ausger\u00fcstet improvisieren sie elektronische Tanzmusik.<\/p>\n<p>\nIm Waschzettel beschreibt die Band sich als &#8218;aufstrebend&#8216;. So weit so redundant.<\/p>\n<p> Den <strong>The Von Duesz<\/strong> gelingt es auf weiten Strecken das Konzept von loopbasierter Musik ohne Loops in die Livesituation zu \u00fcbertragen. In den schlechteren Momenten wirkt das etwas verdaddelt, wie ein 2011er Update von Jazzrockmief und in guten Momenten wie hypnotisch vibrierender <strong>Hypermodern Jazz 2000.5<\/strong>, den Alec Empire schon 1996 auf der <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/Alec-Empire-Hypermodern-Jazz-20005\/master\/12776\">gleichnamigen Platte<\/a> prophezeit hat. <\/p>\n<p>Wenn die Band von Clubmusik spricht, meint sie damit aber weniger das Berghain, als den idealen, dunklen, ehrw\u00fcrdigen Jazzkeller mit gleicherma\u00dfen tanzw\u00fctigem wie eklektischem Publikum.<\/p>\n<p><p align=center><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/player.vimeo.com\/video\/18970902?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"400\" height=\"225\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/18970902\">The Von Duesz<\/a> from <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/user3372898\">The Von Duesz<\/a> on <a href=\"http:\/\/vimeo.com\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<p>Die CD <strong>Dynamo<\/strong> funktioniert als Demonstration des Reifungsprozesses, denn w\u00e4hrend <strong>(It&#8217;s like Grand Central Station)<\/strong> noch etwas uninspiriert wirkt, sind CD-chronologisch &#8217;sp\u00e4tere&#8216; Tracks wie <strong>la Menthe<\/strong> und <strong>Von G\u00fcte<\/strong> unwiderstehlich.<\/p>\n<p>\n<strong>la Menthe<\/strong> sitzt auf einer Rhodesfigur und einer trockenen Bassline, die das melancholisch-stoische Grundger\u00fcst liefern auf dem sich Drumarrangement und Saxophon ausprobieren d\u00fcrfen. Zarte Handclaps, zischend-synthetische HiHats und eine klappernde Snare. Das ist der Sound zu dem die etwas \u00fcberbewerteten <a href=\"http:\/\/www.realvinylz.de\/urban-klassiker\/cobblestone-jazz-bw-jamie-lidell-23-seconds-jim\/\">Cobblestone Jazz<\/a> hinwollen und bei dem <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/47156\">The Private Lightning Six<\/a> schon mal angekommen waren.<\/p>\n<p>&#8222;Frei von Loops&#8220; schreibt die Band. Das gef\u00e4llt mir nicht, klingt nach einem Authentizit\u00e4tsversprechen aus vergangenen Tagen. Ohne die Vorarbeit von Tapeloops und klassischem Minimalismus, ohne die Bandschleifen die auch Miles Davis <strong>Bitches Brew<\/strong> zu dem gemacht haben was es ist, g\u00e4be es <strong>The Von Duesz<\/strong> schlichtweg nicht. &#8222;Eine intuitive und versunkene Suche nach dem hypnotischen DJ-Set ohne Platten.&#8220; Klingt gut. Ob ich einen &#8222;gesunden Dancefloor&#8220; will, wei\u00df ich allerdings nicht, auch nicht was ein &#8222;computerisierter Sound&#8220; ist. Ich glaube, wenn sich die <strong>The Von Duesz<\/strong> von derartigen Handgemacht-vs.-Computermusik-Dichotomien trennen k\u00f6nnen, wird das eine gro\u00dfartige Band, bereit f\u00fcr das 21. Jahrhundert: Eine Fusion von Krautrock und Dubstep, House und Bauhaus. Wunderbar!<\/p>\n<p>Booking, Contact &#038; Mailorder <a href=\"http:\/\/www.thevonduesz.com\/\">hier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bielefelder Formation The Von Duesz macht Live-Musik f\u00fcr den Club. Mit Beats (Florian Sch\u00e4ffer), Moog und Rhodes (Henning Rice), Saxophon (Ismail \u00d6zgent\u00fcrk) und diversem elektronischen Equipment ausger\u00fcstet improvisieren sie elektronische Tanzmusik. Im Waschzettel beschreibt die Band sich als &#8218;aufstrebend&#8216;. So weit so redundant. 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