{"id":1796,"date":"2011-10-21T15:05:39","date_gmt":"2011-10-21T14:05:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.realvinylz.de\/?p=1796"},"modified":"2016-06-15T11:37:38","modified_gmt":"2016-06-15T10:37:38","slug":"fail-martyn-ghost-people","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/realvinylz.net\/?p=1796","title":{"rendered":"#fail: Martyn &#8211; Ghost People"},"content":{"rendered":"<p>Zugegeben: Nach der Red-Serie (Red 1-3) von <a href=\"http:\/\/www.daveclarke.com\/\">Dave Clarke<\/a> Anno &#8217;94 und &#8217;95 war eigentlich alles \u00fcber detroitige Chords gesagt. Um so schwerer wurde es, durch geschickte Setzung der Noten und dem Einsatz von Echo, Delay, Reverb und Velocity, aus diesem Sound noch einen Kitzel herauszuholen. Dieser schwierigen Aufgabe haben sich die Dubstep- und Dubtechno-Produzenten unserer Zeit gewidmet, mit immer wieder guten Ergebnissen.<\/p>\n<p align=center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.realvinylz.net\/wp-content\/uploads\/martyn_ghostpeople_albumcover-7272011.jpg\" width=450 ><\/p>\n<p>Einer der das auch konnte (und in seinen Remix-Arbeiten auch immer noch kann) ist <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/martyndnb\">Martyn<\/a>. Auf kaum ein Album hatte ich mich dieses Jahr mehr gefreut als auf <b>Ghost People<\/b> und wurde bitter entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend <b>Great Lengths<\/b> eins meiner Alben des Jahres 2009 war, ist <strong>Ghost People<\/strong> die Entt\u00e4uschung des Jahres 2011. Damals schrieb ich \u00fcber <strong>Great Lengths<\/strong>:<\/p>\n<blockquote><p>\nMartyn importiert auf Great Lengths immer genau ein Stilmittel-Setup pro Track, seien es Chicago-typische Handclaps und mittige Snares, sowie Casio FZ-1 artige Mikrosamples in <strong>Elden St.<\/strong>, Dave Clark Synth-Stabs in <strong>Vancouver<\/strong> oder Tribaldrums in <strong>Is This Insanity?<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00c4hnliche Elemente findet man auch auf Ghost People, doch die Magie des Vorg\u00e4ngers ist vollst\u00e4ndig abhanden gekommen. Chords, 909-Drums und Arpeggios wirken uninspiriert aneinandergereiht, so als habe hier einer einen Aufguss seines Erfolgsrezeptes versucht. Der Titeltrack ist biederster Chord-Einheitsbrei und <b>Alldayallnight<\/b> klingt wie eine besser gemasterte <a href=\"http:\/\/www.djirecords.com\/\">DJ International<\/a>-Platte von 1989.  Eher Regression als Reminiszenz. Die milit\u00e4rischen <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/DJ-Skull-Nuclear-Fall-Out\/master\/16712\">DJ Skull<\/a>-Snares in <strong>Horror Vacui<\/strong> machen in der Tat Angst: Angst vor der Leere seelenloser Dubstep-Produktionen.<\/p>\n<p>Nicht alles ist schlecht auf <b>Ghost People<\/b>: <strong>Popgun<\/strong> rast mit einer groovenden Bassline nach vorne und erweckt alte <strong>Public Enemy<\/strong>-Essentials wie den Terrordome-Guitar Lick und Chuck D-St\u00f6hner wieder zum Leben. <b>Twice As<\/b> groovt ganz amtlich und <b>We Are You In The Future<\/b> klingt so wie ein moderner <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/artist\/Global+Communication\">Global Communication<\/a>-Track. Von <strong>Martyn<\/strong> h\u00e4tte ich allerdings mehr erwartet, zumal in der illustren Labelnachbarschaft vom <a href=\"http:\/\/www.brainfeedersite.com\/\">Brainfeeder<\/a>-Label. Bleibt die Hoffnung auf bessere Remixe. Von Martyn selbst und von den Tracks des Albums.<\/p>\n<p>[soundcloud url=&#8220;https:\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/24000075&#8243; params=&#8220;color=0066cc&#038;auto_play=false&#038;hide_related=false&#038;show_comments=true&#038;show_user=true&#038;show_reposts=false&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;166&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; \/]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben: Nach der Red-Serie (Red 1-3) von Dave Clarke Anno &#8217;94 und &#8217;95 war eigentlich alles \u00fcber detroitige Chords gesagt. Um so schwerer wurde es, durch geschickte Setzung der Noten und dem Einsatz von Echo, Delay, Reverb und Velocity, aus diesem Sound noch einen Kitzel herauszuholen. 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