{"id":4022,"date":"2007-05-29T12:21:32","date_gmt":"2007-05-29T10:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/realvinylz.net\/?p=4022"},"modified":"2015-06-07T16:48:35","modified_gmt":"2015-06-07T14:48:35","slug":"14-und-15-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/realvinylz.net\/?p=4022","title":{"rendered":"Von Kairo nach Tel Aviv &#8211; 14. und 15. Tag"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem Ben und Angel gestern Tr\u00e4nen vergossen haben, weil sie zur\u00fcck nach Seattle m\u00fcssen, war ich ganz froh, dass ich noch 3 Wochen habe, aber die Zeit das Slacker-Nest Dahab zu verlassen, war definitiv gekommen. Ich teilte mir einen Minibus nach Nuweiba mit Vincent und Alev aus der Schweiz, die mir noch ziemlich aus der Patsche helfen sollten. Am F\u00e4hrhafen angekommen mussten erstmal die zeitraubenden Formalit\u00e4ten erledigt werden, wie z.B. Ticketkauf am anderen Ende der Stadt. Natuerlich gab es angeblich keine (billige) Slow Ferry nach Aqaba und so kostet der Spass rund 50 US$. Als wir uns der &#8211; jeder Strahlenschutzvorschrift spottenden (ein Wunder, dass das Personal nicht mit drei Augen und f\u00fcnf Armen heruml\u00e4uft) &#8211; Gep\u00e4ckinspektion unterzogen hatten, setzten wir uns in das un\u00fcbersichtliche Warteareal des Hafens. Um Informationen einzuholen gebe ich Vincent die Aufsicht \u00fcber mein Gepaeck und schlendere \u00fcber den F\u00e4hrhafen, vorbei an einem grossen weissen Geb\u00e4ude ohne erkennbare Bezeichnung. Ein paar bunte Trucks wecken meine Aufmerksamkeit und ich mache ein paar Fotos:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/248\/519694442_0b2ecdf7a5.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/190\/519694438_13cdaf0921.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><\/center><\/p>\n<p>\nDie Trucker lande mich zum Tee ein und nach kurzer Zeit kreist das ansonsten ganz nette Gespr\u00e4ch nur noch um Sex. Wieviel Frauen ich habe, ob ich eine \u00c4gypterin v\u00f6geln m\u00f6chte und hier sei die Telefonnummer. <\/p>\n<blockquote><p>Dann zeigt mir einer von ihnen Schmuddelfilmchen auf seinem Handy, macht das internationale Zeichen f\u00fcr Ficken und klopft mir st\u00e4ndig auf die Schulter. Er habe drei Frauen und fragt wieviel ich habe &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich bin mir nicht ganz sicher was ich antworten soll, denn, \u00e4hnlich wie damals in Marokko, kommt mir das ganze wie eine Fangfragen-Session vor. Was der nette Schmuddelfilm-Herr hier zu mir sagt, mag ja der ein oder andere verstehen k\u00f6nnen, er fand es jedenfalls sehr lustig:<\/p>\n<p><center><br \/>\n<object width=\"425\" height=\"350\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/lCw0wGOUj04\"><\/param><\/object><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/233\/519694434_cc74d7ecb0.jpg?v=0\"><\/center><\/p>\n<p>\nAuf dem R\u00fcckweg von den Truckern komme ich durch das weisses Geb\u00e4ude, das sich als Wartehalle entpuppt. Offensichtlich bin ich am Ausgang dieses Dings und d\u00fcrfte eigentlich garnicht da sein, nach dem Gesicht des Polizisten zu schliessen. Er schickt mich zu einem Schalter am anderen Ende der Halle, wo sie mir mein Departure Visa in den Reisepass stempeln. Ich will wieder zum Ausgang gehen, doch der Polizist l\u00e4sst mich nicht mehr raus: &#8222;Where do you want to go? Sit down!&#8220;  <\/p>\n<blockquote><p>Erst jetzt wird mir klar, dass ich ja keinen \u00e4gyptischen Boden mehr betreten darf. Ich versuche ihm klarzumachen, dass ich mein Gep\u00e4ck holen will, aber er bleibt hart.<\/p><\/blockquote>\n<p> Dann verhandele ich mit den Passkontrolleuren und zu aller Freuden taucht Vincent mit meinem Gep\u00e4ck auf. Ohne Beschilderung kann man in dem ganzen Gewusel ziemlich verloren gehen und ausserdem h\u00e4tte ich ja offenbar klammheimlich \u00e4gyptischen Boden in einem Truck verlassen k\u00f6nnen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/200\/519711141_4701c266fc.jpg?v=0\"><\/center><\/p>\n<p>\nIn der F\u00e4hre lerne ich zwei New Yorker kennen, die meine Pl\u00e4ne, in Aqaba zu \u00fcbernachten, sofort \u00fcber den Haufen werfen, da sie ein Auto nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petra_%28Stadt%29\">Wadi Musa (Petra)<\/a> gechartert haben und mich mitnehmen wollen. Selbstlos wie ich bin, sorge ich auch f\u00fcr Vincent und Alev und nach kurzem Stop in Aqaba d\u00fcsen wir davon.<\/p>\n<p>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/193\/519711153_06a6937be8.jpg?v=0\"><\/center> <\/p>\n<p>\nJordanien ist ein durch und durch freundliches Land, das ohne grosse Hilfe von aussen, einer enorme Menge von Pal\u00e4stinenser-Fl\u00fcchtlingen aus Kuwait und anderen Golf-Staaten Unterschlupf gew\u00e4hrt. Unter dieser B\u00fcrde und der Funktion eines Prellbocks zwischen den grossen M\u00e4chten im Mittleren Osten hat Jordanien schwer zu k\u00e4mpfen. King Hussein machte den Kampf f\u00fcr Frieden im Mittleren Osten zu seinem pers\u00f6nlichen Kreuzzug, besuchte die Beerdigung von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jitzchak_Rabin\"> Premierminister Rabin<\/a> und israelische Familien aus Beit Shemesh, deren Kinder dem Terror zum Opfer gefallen sind. In Wadi Musa \u00fcbernachte ich eine Nacht im Petra Gate Hostel um am n\u00e4chsten Tag ins Cleopatra Hostel umzuziehen, eine Empfehlung vom Penguin Village Besitzer. <\/p>\n<p>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/223\/519711151_8839e7b42a.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/235\/519711149_e527686a53.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/235\/521835981_02bb3a4155.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/205\/521836001_25647aeea1.jpg?v=0\"><\/center><\/center><\/center><\/center><\/p>\n<p>\nDer Besitzer vom Petra Gate Hostel erz\u00e4hlt uns beim Tee, dass Wadi Musa 20.000 Einwohner hat, die sich auf zw\u00f6lf Familien aufteilen. Er selbst hat f\u00fcnfzehn Br\u00fcder und Schwestern und kann nicht wirklich alle Namen aufz\u00e4hlen. Um das Fr\u00fchstueck muss man sich in den jordanischen Herbergen jedenfalls nie sorgen, man muss nur eines der st\u00e4ndig in der Lounge herumlungernden Familienmitglieder ansprechen und sie kochen mit Freuden Kaffee oder machen ein Omelett. <\/p>\n<p>Beim ersten Spaziergang durch Wadi Musa kam mir dann noch ein aus dem r\u00fcckw\u00e4rtigen Teil qualmendes Fahrzeug entgegen, was mich minutenlang husten liess, nur die Kinder scheinen es zu geniessen und suhlen sich in den Abgasen. Ein alter Mann meint weise: &#8222;This Is Our Perfume&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/197\/521792701_d25340452a.jpg?v=0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/221\/521792731_9f1d8202e8.jpg?v=0\"><\/center><\/p>\n<p>\nMorgen will ich dann eine Tagestour durch Petra machen, wo es sicher einiges zu fotografieren gibt &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Ben und Angel gestern Tr\u00e4nen vergossen haben, weil sie zur\u00fcck nach Seattle m\u00fcssen, war ich ganz froh, dass ich noch 3 Wochen habe, aber die Zeit das Slacker-Nest Dahab zu verlassen, war definitiv gekommen. 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