{"id":4054,"date":"2007-06-04T13:00:05","date_gmt":"2007-06-04T11:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/realvinylz.net\/?p=4054"},"modified":"2015-06-07T17:09:37","modified_gmt":"2015-06-07T15:09:37","slug":"18-bis-20-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/realvinylz.net\/?p=4054","title":{"rendered":"Von Kairo nach Tel Aviv &#8211; 18. bis 20. Tag"},"content":{"rendered":"<p>Die Tage in Amman gingen schnell vorbei, wenn es auch nicht so furchtbar viel zu berichten gibt. Mitten in der Stadt steht ein Amphitheater, das zu fotografieren meine Handykamera dann doch vor unl\u00f6sbare Probleme stellt, deswegen hier ein Fragment, welches eure Imagination in platonischen Idealen erg\u00e4nzen m\u00f6ge:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1219\/526499695_5eb9e1bc34.jpg\"><\/center><\/p>\n<p>\nAuf dem H\u00fcgel in Downtown steht eine Zitadelle, auf der ich den Sonnenuntergang und den atemberaubenden Blick auf eine gigantische jordanische Flagge, die anmutig im Wind weht, geniessen will. Als mich die Notdurft plagt, gehe ich zu einem alten Acker auf dem ich &#8222;Insch Allah!&#8220; in letzter Sekunde dieses winzige Schild entdecke:<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/225\/526527441_082ac67e83.jpg\"><\/center><\/p>\n<p>\nWieder mal knapp der Schari&#8217;a entkommen&#8230; <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1160\/526527421_87d995149f.jpg\"><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1036\/526527429_a56687dca1.jpg\"><\/center><\/center><\/p>\n<p>\nIn der Hotellobby sehen wir uns Al Jazeera an, die Bilder von brennenden Siedlungen im Libanon interessieren alle, man ist ja dann doch nah dran am Geschehen hier. &#8222;Nicht nah genug!&#8220;, denke ich mir, und nach einem Ausflug zum Toten Meer &#8211; ja, man liegt tats\u00e4chlich einfach so im Wasser rum &#8211; und der Stelle wo Johannes der T\u00e4ufer Jesus angeblich getauft hat, r\u00fcckt der Grenz\u00fcbertritt nach Israel in greifbare N\u00e4he. An der Taufstelle treffe ich noch ein paar \u00d6sis, die eine Autorallye vom Allg\u00e4u nach Amman hinter sich und ein eigenes &#8211; leider noch nicht gut eingepflegtes &#8211; <a href=\"http:\/\/www.rallyeblogger.blogspot.com\">Blog<\/a> haben.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1091\/526499635_54008c48bf.jpg\"><\/center><\/p>\n<p>\nVom Hotel geht es mit einem ueberf\u00fcllten Service-Taxi zum Abdali Busterminal und von dort mit einem Bus ins 100 km entfernte Irbid (Kosten: 1 JD!!!). <\/p>\n<blockquote><p>An Bord ist ein Jordanier, der 34 Jahre im Kreis Offenbach gewohnt hat, aber dort offensichtlich nie viel Deutsch gesprochen hat. Zumindest klingt er f\u00fcr einen Menschen, der drei Jahre l\u00e4nger in Deutschland gewohnt hat als ich, reichlich merkw\u00fcrdig. Er findet Helmut Kohl toll und Frankfurt sei die sch\u00f6nste Stadt Deutschlands.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><br \/>\nNach viel Palaver &#8211; ich m\u00f6chte nicht sagen, dass ich nach Israel will &#8211; bringt mich ein Taxi vom Bahnhof Irbid zum West Terminal. Dort finde sich ein Bus, der in etwa zur Sheikh Hussein Bridge und damit dem Jordan Valley Crossing f\u00e4hrt. Der Fahrer schmeisst mich dann an einer Kreuzung im Nirgendwo raus und zeigt in eine Richtung.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1107\/530104493_a588a687ab.jpg\"><\/center><\/p>\n<p> Ich laufe eine laaaaange Strasse entlang und komme an einen Checkpoint, an dem mich wichtigtuerische jordanische Soldaten in ihre fliegengeplagte Baracke bitten. Nach sinnlosem Ausgefrage, das schliesslich damit endet, dass alle mein Ray-Ban-Sonnenbrille aufsetzen, fragen sie noch, ob ich Israeli sei und als ich mit &#8222;No!&#8220; antworte, lachen alle und ich werde mit einem Auto zum Security Check gefahren. Ein weiterer Bus bringt uns dann im Schneckentempo \u00fcber die Br\u00fccke und zum israelischen Terminal. Hier sind nur jugendliche M\u00e4nner und Frauen mit Maschinengewehren zu sehen. <\/p>\n<blockquote><p>Was ich in Israel wolle, ob mir irgendjemand etwas gegeben habe, was ich nach Israel &#8222;liefern&#8220; soll und ob ich schon mal in Syrien oder im Libanon gewesen sei.<\/p><\/blockquote>\n<p> &#8222;No, but maybe i&#8217;ll go there next year&#8220;, antworte ich gewagt, was daf\u00fcr sorgt, das mir die bildh\u00fcbsche Soldatin den Visa-Stempel auf einem Extrablatt Papier gibt, was genau meine Absicht war. Mit einem israelischen Stempel im Pass kann man n\u00e4mlich viele arabische L\u00e4nder und z.B. Bali vergessen oder man landet dort erstmal auf der Polizeiwache. <\/p>\n<p>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm2.static.flickr.com\/1064\/530002700_eae2438411.jpg\"><\/center><\/p>\n<p>\nWeiter mit einem Taxi nach Bet Shean, wo ich mit f\u00fcnfzehn schwerbewaffneten Israelis auf den Bus nach Jerusalem warte. <\/p>\n<blockquote><p>Alles in allem habe ich wohl heute mehr Maschinengewehre gesehen, als in meinem bisherigen Leben.<\/p><\/blockquote>\n<p> Allerdings sind die Magazine immer mit Gaffa-Tape am Schaft befestigt, was mich durchaus beruhigt. <\/p>\n<p>Gegen Abend treffen wir dann im Busterminal Jerusalem ein, werden erneut durchleuchtet und abgetastet und nach vielem Gesuche finde ich einen Bus zum Jaffa Gate, einem Eingang in die Altstadt von Jerusalem. Hier ist wieder alles beim Alten &#8211; Arabian Style -, das Hostel entpuppt sich als 8-Bett-Schlafsaal und viel teurer als angek\u00fcndigt und die Schlepper zerren an einem rum, zum &#8222;besten&#8220; Hostel. Gut, dass ich ab Dienstag bei Sarit Hashkes wohnen werde, einer Couchsurferin aus Jerusalem &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage in Amman gingen schnell vorbei, wenn es auch nicht so furchtbar viel zu berichten gibt. 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