{"id":583,"date":"2010-01-12T10:10:38","date_gmt":"2010-01-12T09:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.realvinylz.de\/rezensionen\/platte-des-tages-egbert-cocoon-12068\/"},"modified":"2016-06-15T16:55:53","modified_gmt":"2016-06-15T15:55:53","slug":"zehn-besten-tracks-des-jahrzehnts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/realvinylz.net\/?p=583","title":{"rendered":"Die 10 besten Tracks des Jahrzehnts"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem pEtEr &#038; NieLow die gro\u00dfartige Idee hatten, zum dreij\u00e4hrigen Jubil\u00e4um von <a href=\"http:\/\/blog.rebellen.info\">blog.rebellen.info<\/a>, ihre Freunde und Bekannten um Gastbeitr\u00e4ge zu bitten, habe ich nat\u00fcrlich sofort zugesagt und nutzte die Gelegenheit meine musikalische Top 10 der Jahre 2000-2009 kundzutun. F\u00fcr die Wenigen, die die blogrebellen nicht lesen (Shame On You!), hier nochmal ein Re-Post auf <strong>realvinylz<\/strong>. Die Einzeltracks repr\u00e4sentieren manchmal &#8211; aber nicht immer &#8211; das dahinterstehende Album und meistens stehen sie stellvertretend f\u00fcr eine musikalischen Quantensprung (also die kleinste m\u00f6gliche Einheit einer Ver\u00e4nderung ;-)).<\/p>\n<p>Den Beginn macht <b>Madlib aka Quasimoto<\/b>, die hochgepitchte Stimme des Underground HipHop, wie man diesen Sound, der mittlerweile via Stones Throw zum musikalischen Allgemeingut geworden ist, damals nannte. <b>Astro Black<\/b> vom Album <b>The Unseen<\/b> groovt wie H\u00f6lle und soll laut &#8218;Samples Used By Quasimoto&#8216; ein Sample von Joe Cockers &#8218;Woman To Woman&#8216; enthalten:<\/p>\n<p align=center><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/bMFeuiq6u2Q\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Wurde von Quasimoto auf <b>Astro Black<\/b> auch noch nur mit (allerdings fast brodelndem) Wasser gekocht, hat Guillermo Scott Herren aka <b>Prefuse 73<\/b> den g\u00e4ngigen Produktionsskillz mal geh\u00f6rig in den Arsch getreten. Sein Ich-Lass-Mal-Einfach-Die-Plattennadel-Irgendwo-Fallen-Sound sollte ab 2001 genrebashend sein. Wenn meine Musiklehrerin mit ihrer &#8218;DieStimmeAlsInstrument&#8216;-These heute diese Platte h\u00f6ren w\u00fcrde, w\u00e4re sie wahrscheinlich noch mehr in ihrem Glauben ersch\u00fcttert als nach meinem Bomb The Bass-Referat Anno 1990. <b>Point To B<\/b> &#8211; Ein Glitch-Hop Klassiker.<\/p>\n<p align=center>\n<object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/odAni_-Ftf4?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Nicht nur HipHop, auch der landl\u00e4ufige Singer\/Songwriter-Track musste sich sp\u00e4testens 2002 von <b>Dntel<\/b> zeigen lassen wo der Bartel den Most holen geht. Dntel drehte ein wundersch\u00f6nes Liebeslied durch den Bitcrusher, mischte weisses Rauschen und Statik dazu und kreierte mein Scrambled Pop-Anthem des Jahrzehnts: <b>( This Is) The Dream Of Evan And Chan<\/b><\/p>\n<p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/VE9k0OhoxXA?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Stones Throw, deren J Dilla und Madlib aka <b>Jaylib<\/b> aus ganz banalen Gr\u00fcnden den Pokal 2003 abr\u00e4umen: <b>The Official<\/b> und das dazugeh\u00f6rige Album <b>Champion Sound<\/b> rocken wie H\u00f6lle.<\/p>\n<p>[soundcloud url=&#8220;https:\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/201794364&#8243; params=&#8220;color=ff5500&#038;auto_play=false&#038;hide_related=false&#038;show_comments=true&#038;show_user=true&#038;show_reposts=false&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;166&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; \/]<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd als ob zwei Top-Singles in vier Jahren nicht gen\u00fcgen, w\u00fcrden r\u00e4umt Madlib &#8211; zusammen mit MF Doom als <b>Madvillain<\/b> &#8211; auch 2004 mit dem verkifft-philosophischen Sun Ra-Tribute <b>Shadows Of Tomorrow<\/b> ab.<\/p>\n<p align=center><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/_DnJxbvN5lM\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>2005 war das Jahr der Zwischenbilanz und des Atemholens. Der Singer\/Songwriter Sufjan Stevens, dessen vorgebliche Lebensaufgabe es war eine Platte f\u00fcr jeden Bundesstaat der USA aufzunehmen, \u00fcberraschte mich mit dem tollen Konzeptalbum <b>Come On Feel The ILLINOISE<\/b> und dem wundersch\u00f6nen Song <b>Chicago<\/b>. Im selben Geiste, allerdings mit dem Mitteln von so etwas wie Worldmusic-Microhouse, erinnere ich <b>Isol\u00e9e<\/b>s Tr\u00e4nen-In-Die-Augen-Treiber-Superhit <b>Schrapnell<\/b>. Klingen die beiden Singles des Jahres 2005 nicht irgendwie verwandt? Auf einer abstrakten Ebene, weit drau\u00dfen im Stellarnebel?<\/p>\n<p align=center><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/ACHdXyXWJ5o\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/mBfhQisZDpg?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Bevor der Leser mir nun einen fr\u00fchsentimentalen Altersgeschmack attestiert, muss ich leider Jamie Lidell ein weiteres Mal einen Diss f\u00fcr sein Soulalbum <b>Multiply<\/b> verpassen. Nicht, dass jemand der im Sat1-Fr\u00fchst\u00fccksfernsehen als &#8218;Sonnenschein-Soul f\u00fcr verregnete Tage&#8216; gelabelt wird per se doof ist, aber in diesem Fall spricht die Rezeptionshaltung brockhausdimensionierte B\u00e4nde. <\/p>\n<p>Wie gut, dass Luke Vibert dem einstigen Weggef\u00e4hrten von Christian Vogel einen ordentlichen 21stCentury-Swing verpasst hat. <b>A Little Bit More (Luke Vibert Mix)<\/b> ist das Beste der 90er (Synth-Stabs(\u00f6hem!)) und das Beste von 60ies Soul in einer saum\u00e4\u00dfig groovenden Melange. Luke Vibert kreierte &#8218;a ravishing blur of signals, signatures, speed and gaps in time&#8216; und den &#8218;reality-bending shock of the new&#8216;, den Jamie Lidells Soulaufgu\u00df vermissen lie\u00df.<\/p>\n<p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/OYT9iK9BzkU?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Ein weiterer Wiederg\u00e4nger, diesmal der des Mid80er NewYork-Punk\/Dub, f\u00fcllte 2007 die Tanzfl\u00e4chen mit dem Konsensalbum <b>Sound Of Silver<\/b>. DFAs James Murphy, hypertalenierter Produzent aus dem Metro Area-Umfeld, droppte wiederaufgew\u00e4rmten Dub-Punk-Techno mit <b>Get Innocuous!<\/b>.<\/p>\n<p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/-Vz_01o6Nao?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Gegen Ende des ersten Jahrzehnts des 21ten Jahrhundert wurden die Beats komplexer, ratternder, stolpernder und die W\u00e4rme und Musikalit\u00e4t von Jazz, Funk und Soul unter einer Armada von Glitches begraben. Doch die Suche lohnt sich. Wer einen Track von <b>Flying Lotus<\/b> erstmal dechiffriert hat, der glaubt irgendwo tief in sich drinnen Barry White croonen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/Hj2RIL4lgK4?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Star- und Ausnahmeproduzent 2009 war \u2013 nat\u00fcrlich &#8211; Hudson Mohwake, hier mit einer exemplarisch f\u00fcr ein Dutzend anderer Tracks stehenden Frechheit von einem Hammertrack: <b>Rising 5<\/b><\/p>\n<p align=center><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/os82RSWJjWE?fs=1&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p>Ich hoffe <a href=\"http:\/\/blog.rebellen.info\">blogrebellen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.realvinylz.de\">realvinylz<\/a> und die vielen anderen tollen Musikblogs arbeiten auch in den n\u00e4chsten zehn Jahren weiter daran die beste Musik aus dem Netz zu diggen und verlieren nicht die Begeisterung f\u00fcr <b>Great Inspirational Music&#8230; Through Electronics<\/b>&#8230;<\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem pEtEr &#038; NieLow die gro\u00dfartige Idee hatten, zum dreij\u00e4hrigen Jubil\u00e4um von blog.rebellen.info, ihre Freunde und Bekannten um Gastbeitr\u00e4ge zu bitten, habe ich nat\u00fcrlich sofort zugesagt und nutzte die Gelegenheit meine musikalische Top 10 der Jahre 2000-2009 kundzutun. 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