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James Ferraro – Human Story 3

»Human Story 3 in its essence is a dialectic on the discord between technological advancement, human folly and human progress. (…) Visible in developments in marketing of products and its emphasis on the individual, advances in consumerism and market values, the smartphone as a marker of the fortified empire of individualism, and from which birthed more inconspicuous signs such as the selfie, a crude and seemingly benign tech age behavior,nothing more than a symptom of the age.«

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Platte der Woche: Vivien Goldman – Resolutionary

Im April 2009 schrieb unser Ex-Autor BTH folgendes über Vivien Goldman:

Manchmal braucht es nur eine Hand voll Tracks, um sich als Künstlerin ein Denkmal zu setzen. Vivien Goldman, aufgewachsen in London und heute Professorin für Punk und Reggae an der Uni von New York, produzierte 1981 mit John Lydon und Adrian Sherwood mal eben zwei PostPunk-Killer-EPs.

‚Private Armies‘ als Original oder im Dub und ‚Launderette‘ klingen verschroben, dubbig, roh. Ihr poppiges ‚Seven Days‘, für die COS-Compilation „Girl Monsters“ hingegen, gibt dem Original des 2Step-Schnulzbarden Craig David den nötigen Schub und die besseren Vocals. Schade, dass zwischen beiden Releases 25 Jahre liegen und auch sonst nichts mehr zu kommen scheint …

Weit gefehlt, denn Markus Detmer komplilierte nun auf Staubgold das „Resolutionary“ Album von Vivien Goldmann als Archivveröffentlichung. Der wunderbare Track „Launderette“ ist auf der Soundcloudseite von Staubgold zu hören.

Order LP or CD.

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Platte der Woche: Wasserstoff / Christoph Titz – Cool Bass EP

In den 1990ern war es ja ungeschriebene Musikkritikerlehrmeinung, dass Techno vom Schlage Robert Hood, Underground Resistance oder Mike Ink das wahre Erbe des Jazz, wenn nicht sogar der Jazz des neuen Jahrtausends sei. Aus heutiger Sicht sind solche – gleichermaßem aus Euphorie wie aus Halbwissen geborenen – Urteile nur noch schwer nachzuvollziehen. Bis auf ein paar Tracks auf Innerzone Orchestras Programmed-LP und dem Pulsinger Projekt The Private Lightning Six jazzt da eigentlich nicht viel. Gemeint war wohl eher eine implizite Haltung gegenüber der musikalischen Moderne und Improvisation, die nur selten explizit hörbar wird.

Was eigentlich viel näher liegt, aber vielleicht bei dem damaligen Stand der Produktionsmittel zu banal erschien, ist der Ansatz, das Beste aus beiden Stilen zu nehmen und beide musikalischen Welten gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen. Das gelingt den beiden Berliner Musikern Wasserstoff und Christoph Titz auf ihrer neuen EP Cool Bass.

Der passend betitelte Track »Rebirth Of The Cool« gibt da gleich mal die Marschrichtung an: Ein dichter, basslastiger Minimaltrack stompt erstmal trocken los und Titz nimmt die angedeuteten melodischen Elemente behutsam in sein Spiel auf. Eine bei 1:50 einsetzende Fläche lässt ihm dann Raum für Improvisation, die in eine Verflechtung von Trackstruktur und Trompete mündet. Ja, so funktioniert das.

Die Tracks »Darling« und »Wake & Bake« variieren dieses Schema, wobei mal der Bass und mal der Jazz die Oberhand behält. Der »coolste« Track ist sicher »Continental Flight«, bei dem man den dicken Bassmantel förmlich braucht um Titz‘ messerscharfe Phrasierung abzupolstern. Best of both worlds!


COOL BASS cover by Hanna Hennenkemper-min

Coverart: Hanna Hennenkemper

Download Cool Bass

Leider nicht auf der EP ist dieser schöne Track, der einen Eindruck vom Cool Bass-Sound liefert:

Wasserstoff soundcloud
Wasserstoff bandcamp