Book Cover Hegemony How-To
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Hegemony How-To – Chapter 1

On January 7th we had the first meeting of our ‚Hegemony How-To‘ reading group. In the last years many of us have stumbled upon this book during our political work, partly as members of DiEM25. Few of us are associated with DiEM25 anymore, but all of us want to learn how to improve our organising skills and understand what went wrong with political organising in the past.

+++ Chapter 1 Summary +++

We began the session with a brief summary of the first chapter „Political Orphans“. In this chapter Jonathan Matthew Smucker (referred to as JMS in the following passages) gives us a brief introduction of himself, his socialization as an organizer and political active person. Far from being a ‚red diaper baby‘ – as he puts it – he left home with 17 years to hitchhike ‚from Pennsylvania up into New England, and then across the Midwest‘. There in the American wilderness he had some kind of a religious epiphany that helped him to connect his christian beliefs with the social justice issues he encountered during his travels. After his return he held his first speech at Lancaster Mennonite High School as a mini-worship service talking about exploitation, sweatshops, union-busting and other issues. Other than he expected a lot of students and teachers were able to connect to his speech and it caused a lot of debates.
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Desktop with a bunch of devices
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Platform capitalism: How Big Tech monopolies are messing up the global economy

In her early memoir Abolish Silicon Valley, Wendy Liu recounts her experience as a Startup CTO working 60-80 hours per week. In retrospect she rationalises her behaviour as an attempt to escape the “nameless dread of imprisonment” in a nine-to-five job.

Despite the fact that she and her colleagues earned practically no money, the prospect of an acqui-hire (neologism of “acquisition” and “hiring”) for a couple of million US$ kept them running beyond reason. Celebrities like Peter Thiel and Elon Musk had already proved that it is possible to join the Billionaire class starting with a garage business.

What Liu describes here — the desire to be extraordinarily rewarded for hard work, coupled with contempt for people who don’t try hard enough — is a structural problem in ‘Big Tech’.

‘Big Tech’ and its brand of platform capitalism can only be vaguely described as a business model that includes IT, data and/or the Internet — paired with the promise of a more flexible, smarter, disruptive and intelligent production. Behind the curtain, as a closer analysis shows, lurks a profitability crisis of global capitalism, which only has gained momentum after the 2008 financial crisis. The “techlash” — as the hypothetical backlash of omnipotent tech companies, such as Google or Facebook, was originally coined — went viral for the first time as a result of the Snowden revelations in 2013.

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Foodora Fahrer in Gasse
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Plattform-Genossenschaften – Ein Arbeitsplatzmodell für das 21. Jahrhundert?

Die Welt der Fahrradkuriere ist ein seltsames Ökosystem, das aus vielen verschiedenen Spezies besteht. Als der Lieferdienst Deliveroo im August 2019 Berlin verließ, gründete eine Gruppe von Fahrradkurieren ihre eigene Kooperative: Kolyma2

Stefano Lombardo – der Gründer von Kolyma2 – arbeitete seit mehr als vier Jahren für den Lieferdienst Deliveroo. Bereits während seiner Zeit dort plante Stefano eine eigene Kooperative zu gründen. Nachdem Deliveroo Berlin verlassen hatte, sah er seine Zeit gekommen. Er gründete die das Lieferkollektiv Kolyma2– mit einer Oldschool-Webseite und einem Telegram-Kanal.

So liebenswert dieser Lo-Fi-Ansatz auch war, Technologie scheint eine entscheidende Rolle in der Welt der Online-Lieferdienste zu spielen. Der Umfang der Kommunikation zwischen Kunden und Fahrer um eine Lieferung abzuschliessen ist enorm. In der Folge musste Kolyma2 schon im November 2019 den Betrieb wieder einstellen. Abgesehen von der Technologie gab es allerdings noch andere Probleme. Es war einfach zu viel Arbeit auf den Schultern von zu wenigen Menschen.

Dies war aber nicht das Ende von Kolyma2. Im Januar 2020 kehrten sie zurück, ausgestattet mit einer besseren Infrastruktur. Geholfen hat ihnen dabei der französische Software-Entwickler Alexandre Segura, auch bekannt unter dem Namen Mex, und die Plattform Coopcycle. Zusammen mit dem Covid-19-Shutdown, der das Lieferdienst-Business ordentlich ankurbelt, boomte das Geschäft im Frühjahr 2020.

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Nader in Deutschland
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Nur ein ganz normales Wochenende? R.I.P. Nader ❤️❤️❤️

Am vergangenen Samstag ist einem Freund meiner Schwester etwas Schreckliches passiert. Es wird nicht in den überregionalen Medien auftauchen, es wird keinen Social-Media-Shitstorm auslösen und keine Hasskommentare nach sich ziehen. Denn es ist ein individuelles Schicksal, das Schicksal eines einzelnen Menschen, der Eltern, Verwandte, Freund*innen und Kolleg*innen hatte, die ihn liebten, mochten und schätzen.
Es ist aber auch ein Schicksal, dass sich über zwei Kontinente erstreckte und von Flucht und Migration handelt.

Der 21jährige Nader ist am 8.2.2020 um 21:34 bei einer Messerstecherei tödlich verletzt worden. Er verstarb am folgenden Morgen gegen 8 Uhr im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Der mutmaßliche Täter befindet sich in Haft.
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Miami Punk – Juan S. Guse

Miami PunkMiami Punk by Juan S. Guse
Meine Wertung: 5 von 5 Sternen

Eine wilde Mischung aus David Foster Wallace‘ „Infinite Jest“, Neal Stephensons „Snow Crash“ und Roberto Bolaños „2666“. In der holografischen Erzählung, die verschiedene experimentelle Textformen nutzt, geht es um Verlust, Jugend, Perspektivlosigkeit, Spiritualismus, Games, Eskapismus und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Wer nicht neurotisch nach einer Identifikationsfigur (die es durchaus gibt) oder einem Plot (der eher im Hintergrund wirkt) oder einer stringenten Dramaturgie (sie ist sehr komplex) sucht, der wird an diesem Buch, das für den deutschen Sprachraum durchaus singulär ist, seine Freude haben. Ich hätte lieber 4,5 Sterne gegeben, habe aber aus Sympathie für den Autoren auf 5 aufgerundet.

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Recursion – Blake Crouch

RecursionRecursion by Blake Crouch
My rating: 4 of 5 stars

Crouch has a very concise writing style, hard-boilded at times, that’s immediately evokes cinematic landscapes in your mind. As he is also a screenwriter i think it comes with the job. This novel is mixing up a police detective trope with a (charming) female prodigy trope that is misused by a sleazy tech-investor type. It works fine and the physics of all the time-travel stuff could be derived directly from Carlo Rovelli’s „The Order of Time“ which i read before this. I’d give it 5 stars but it’s a bit to polished for me, so let it be a 4.4 rating.

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The Order of Time – Carlo Rovelli

The Order of TimeThe Order of Time by Carlo Rovelli
My rating: 4 of 5 stars

A brief but fascinating wrap-up about recent physical theories of time. Spiced with a reasonable amount of cultural and philosophical references. The images in the book are really poor, tho. Recommended if you want to catch up with the current state of speculations and knowledge about time.

Am Freitag, den 19. Juli war ich – zusammen mit Cearbhall – zu Gast beim englischsprachigen Hipster-Politik-Podcast Corner Späti. Zwischen Beatrix von Storch-Fanfiction, Exkursen in die Geschichte neoliberaler Think Tanks und heftigem Name-Dropping sprachen wir im Namen von DiEM25 über den GNDforEurope, Technologische Souveränität und die Zukunft von DiEM25.

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Schäfchen im Trockenen – Anke Stelling

Schäfchen im TrockenenSchäfchen im Trockenen von Anke Stelling
Meine Wertung: 4 von 5 Sternen

Das Buch ist gut geschrieben und ohne Frage von größerem literarischen Wert. Die Frage für mich ist nur von welchem Wert. Ich habe den ganzen Roman über damit verbracht mich gegenüber dem Romanpersonal abzugrenzen und hasse jede einzelen Figur, mit Ausnahme vielleicht von Sven – dem Mann der Erzählerin – und den/der einen oder anderen RentnerIn, die kurz auftritt. Es ist mir aber auch nicht gelungen die Erzählerin gedanklich von der Autorin abzugrenzen, was dazu führte, dass ich den Roman als 1:1 Bericht aus einem Milieu gelesen habe, das mir geographisch und lebensweltlich sehr nah ist. Mich hat traurig gemacht, dass es für keine der Hauptfiguren eine Option zu geben scheint ein „richtiges Leben im Falschen“ zu führen oder auch nur annäherend glücklich zu werden. Lediglich am Schluss schimmert etwas Hoffnung durch, doch bin ich mir nicht sicher ob es nicht doch nur Sarkasmus ist.

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Desintegriert euch! – Max Czollek

Desintegriert euch!Desintegriert euch! von Max Czollek
Meine Wertung: 4 von 5 Sternen

Ein Buch, das mir bezüglich des „Integrationstheaters“ die Augen geöffnet hat. Max Czollek ist da einer Sache auf der Spur, die mir bisher nicht in dieser Deutlichkeit klar war. Und das Schöne ist, dass sich alle angesprochen fühlen können: Antideutsche, Antimperalisten, Zentristen, Deutsche „die viele jüdische Freund*Innen“ haben und selbsternannte Opfer von Tugendterror. Die Juden sind keine Agenten unserer kollektiven Vergangenheitsbewältigung, sie sind nicht diejenigen die den Deutschen Erlösung oder Verdammung geben können, auch wenn sie permanent zu dieser Funktion aufgerufen werden. Wer verstehen will, warum die Deutschen so besessen davon sind, was die Juden von ihnen denken, ihnen abverlangen oder in Israel machen, der muss „Desintegriert euch!“ lesen.

Manchmal verliert sich Herr Czollek in etwas abwegigen und mühsam hergeleiteten Fallstudien, aber das mag auch an meiner mangelnden Bildung in Sachen Poesie liegen. Trotzdem glaube ich, dass das Buch mit etwas weniger Spitzfindigkeit an Effektivität und Schlagkraft gewonnen hätte. Ich hoffe Herr Czollek schärft weiter an seinen sprachlichen Waffen. Wir brauchen sie.