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Deo & Z-Man – Creamdream EP [Kammer Musik 013]

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Nach dem Knaller im HipHop-/Cut-Up-Gewand auf Dekadent erscheint Deo und Z-Mans neuer Output auf Kammer Musik. Doch die eigentlich traurige Neuheit ist, dass es sich ausgekammert hat. Schluss und vorbei. Das Alphabet macht genau zweimal 13 Seiten auf Vinyl.

Und so bleibt ein Tanz neben dem Grab, wie bei manch außereuropäischen Beerdigung, als wenn andere Ethnien wüssten, welch tolle Musik es dafür gibt. Richtig guter, unkommerzieller Partyhouse, der mit Überraschungen und Understatement jeden Blumentopf gewinnt. Meine EP des Monats.

PS.: Und die Liebe zum Hip-Hop blinzelt hier auch in ein paar Vocal-Fetzen hervor.

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Hooved – Soul Closed EP [Kammer Musik 012]

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Irgendwie ist in Hooveds EP der Wurm drin. Zwar absolut spielbarer, sauber produzierter und funktionierender Techhouse, aber auch nur das. Nichts mit dem die 012 an die herausragende Qualität der letzten VÖs anschließen kann. Schade! ‚Ridin‘ toolt sich so durch und weniger Redundanzen hätten sicherlich gut getan. Mit den orientalischen Sounds klingt ‚Without a Reason‘ interessanter und bleibt spannender. Angenehm, ,leider aber auch nicht mehr.

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V.A. – Start to Remind EP [Kammer Musik 010]

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Mit einer kleinen Werkschau startet Kammer Musik das neue Jahr und zeigt auf vier Tracks vier verschiedene Facetten seiner Artists, deren Gemeinsamkeit nach vorne gehendes House ist. Im ersten Track vor allem die schiebende Bassline im sonst loopigen Stück. Im nächsten geht es mit Congos und sommerlichen Chords weiter.

Zwar beides gut tanzbar, doch keine Chance gegen die andere Seite. Dort steht der Groove weniger im Mittelpunkt. Stattdessen Melodien, kleine Spielereien, die wie im ersten vor lauter Freude ein inneres Volksfest verursachen (Killertrack) oder wie im Zweiten durch detroige(s) Sounds und Rascheln überzeugen – auch ein Hit.

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Platte des Tages: youANDme – Simply Thrill [Kammer Musik 009]

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Schon den ersten sommerlich angehauchten Track liefern youANDme mit ‚Quite Simply‘. Ein sich immer weiter zu einem freilich gutlaunigen Techhousetrack verdichtendes Teil, dem die Rauschfahne vorzüglich steht und ein simples Piano zeigt, dass es mehr nicht braucht, etwas sehr sehr Gutes zu produzieren. Defintiv ein Floorburner.

Vielschichtiger im Groove baut sich ‚Stately Thrill‘ auf. Ein Track, der sich lange Zeit lässt und in dem erst im Break zaghaft Gesangsfragmente einsetzen, die schnell wieder verschwinden und später durch eine zauberhaft-beschwörende Meldodie ersetzt werden. Für diese kleinen Spielerein muss man youANDme einfach lieben. Klasse.

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Mr. Bizz – Karalis EP [Kammer Musik 008]

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Definitiv alles raus diesen Monat hat Mr. Bizz auf seiner EP. Drei Entwürfe in verschiedene Richtungen, die alle bestens gelingen. Mit einem Klavierschieber auf der A, versehen mit einer äußerst dicken Bassdrum, lässt es sich immer gut tanzen.

Etwas trockener, tribaliger dann ‚Fanfara‘ das als astreiner Technotrack durchgeht. Vor zehn Jahren hätte man ihn einfach noch 10 BPM schneller gemacht, heute wirkt das auch ohne die Schnelligkeit. Auch ‚Zoom‘ hätte so funktioniert. Klassischer, zeitloser Detroitchord, der auch in den hintegründigen Spuren viel zu bieten hat. Durchweg spitze alles.

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Giuseppe Cennamo – Voyage EP [Kammer Musik 007]

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Beim Hören von Guiseppes zweiter EP auf Kammer wünscht man sich sofort ein italienisches Rennrad. Präzise wie eine Campagnolo-Schaltung, genauso elegant, leichtgewichtig und mit mächtigem Vortrieb klingt es, wenn der Newcomer aus Neapel an seinen Tracks werkelt. Jedes der drei für sich zeigt andere Facetten (jazzig, asiatisch, ravig), Herangehensweisen (hüpfend oder nach vorne gehend) um am Ende doch zu wissen, wie es die Leute kriegt. Mich überzeugt das und macht neugierig auf mehr. Super EP, besonders ‚Tropicana‘.