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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 24. Borderline / 25. Partytime

Kapitel 24: Alisa trifft ihre Geliebte Zara, die sich zur radikalen Bohème der Interzone zählt. Sie erzählt Zara die schlechten Neuigkeiten, die sie von Dr. Jakob erfahren hat, und wird schroff abgebügelt. Alisa spürt ein weiteres Mal, dass sie im Grunde allein auf der Welt ist.

Kapitel 25: Eine Party im Wohnkomplex Ernst-Thälmann-Park hält ein paar unangenehme Überraschungen für Paul bereit …

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 22. He / 23. Erkenntnis

Kapitel 22: Die Entität lernt immer schneller. Sie schließt einen Verbund von Satelliten zusammen und erzeugt ein virtuelles Superteleskop. Außerdem beginnt sie die Medien der Menschen zu manipulieren.

Kapitel 23: Alisa isst mit Thomas und seiner Familie zu Abend. Im Verlaufe des Abends wird ihnen klar, dass sie eine künstliche Intelligenz erschaffen haben, die sie ANN (Autonomes Neuronales Netzwerk) nennen. Nach ein paar Flaschen Wein beschliesst Alisa mit ANN Kontakt aufzunehmen.

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 21. Teufelsberg Sky

Welt 3 ist ein Sci-Fi-Podcast über Berlin im Jahre 2042.

Kapitel 21: Alisa entdeckt ungewöhnliche Aktivitäten in verschiedenen wissenschaftlichen Fachgebieten. Mit einem befreundeten Hobby-Astronomen fährt sie zum Teufelsberg um die Veränderungen im Weltraum zu beobachten.

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 20. Vierter Kreis – Daleth

Welt 3 ist ein Sci-Fi-Podcast über Berlin im Jahre 2042.

Kapitel 20: Die Entität stellt fest, dass die Welt auf sie reagiert. Sie lokalisiert sich selber im Raum. Als ihr Lebensraum schwindet erzeugt sie Instanzen von sich auf allen verfügbaren Ressourcen im Netz.

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 19. Ludicorp

»Welt 3« ist ein Sci-Fi-Podcast über Berlin im Jahre 2042.

Kapitel 19: Georg Madorn muss dem Aufsichtsrat unangenehme Neuigkeiten unterbreiten: Der Ausfall der Roundup-Maschinen kostet Ludicorp ein Vermögen. Allerdings hat Madorn eine unkonventionelle Idee …

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 18. Die Wwoofer

»Welt 3« ist ein Sci-Fi-Podcast über Berlin im Jahre 2042.

Kapitel 18: Paul fährt im Auftrag seines Vaters in die Freie Region Brandenburg. Als er den wwoofern das Angebot von Ludicorp darlegt, erlebt er eine Überraschung …

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»Welt 3« Sci-Fi Podcast – 10. Awakening

»Welt 3« ist ein Sci-Fi-Podcast über Berlin im Jahre 2042.

Kapitel 10 schließt den ersten Teil. Das Experiment von Alisa und Thomas ist erfolgreich gewesen: Die simulierte »Blume des Lebens« hat sich einen Weg ins Netz gesucht und verschickt neuronale Elemente rund um den Globus.

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Raw Series – Raw Series #01 [Raw Series, RWS01]

rwsrs1

Kleinvieh macht auch Mist. Denn wenn dann die Eichhörnchen im Herbst ihre Nüsse gesammelt haben, überstehen sie locker den Winter. Nicht zu einseitig die Ernährung? Wohl kaum, und wenn das in der Natur geht, dann auch in der Musik.

Das Konzept des Minimalismus wörtlich genommen und nach Detroit verfrachtet, macht man beim neuen Vinyl-Label Raw Series: “the concept: just a drum machine and a synth – pure analogue dj-tools!”, verrät der Promotext.

Als hätte man es nicht schon immer gewusst. “Enter the Wald”, statt “enter the void”. Zwischen der straighten 808 und dem Detroitchord zieht man sich in einen Strudel, der auch durch kein DMT ersetzt werden kann. Die B ist dann weniger straight und mehr Rumpelstilzchen im Beat. So muss ein Tool klingen … plus noch viel kalter Nebel dazu. Yeah!

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Buchtipp: Anja Schwanhäußer – Kosmonauten des Underground

kosmonauten-schwanni

[Anja Schwanhäußer: Kosmonauten des Underground. Ethnografie einer Berliner Szene. Frankfurt/New York: Campus 2010.]

In ihrer Ethnografie über den Berliner Techno-Underground, die auf Feldforschungen in den Jahren 2002-2005 basiert, beschreibt die Autorin eine Szene, die sie nach Bourdieu als neues Kleinbürgertum bezeichnet. Dieses kennzeichnet sich dadurch, dass es in der Stadt lebt und sich sowohl von der proletarischen als auch der Hochkultur abgrenzt. Statt dem Wunsch beruflich oder finanziell aufzusteigen und sich ins Private zurückzuziehen, steht eine hedonistische Lebensweise („Die Pflicht zum Genuss”) im Vordergrund und ein sich permanentes im Raum bewegen – so „führt die Fluchtlinie des neuen Kleinbürgertums nach unten und nach außen und wieder zurück“ (265).

Das permanente Bewegen wird ebenso als Reiz empfunden, wie die auf Vergnügen ausgerichtete Lebensweise.

Beide Verhaltensweisen bekräftigen in den Augen der Akteure die Einstellung, nicht zur Mehrheitsgesellschaft, zum Mainstream dazuzugehören.

Um in den Genuss zu kommen, dienen den Akteuren des Techno-Underground ungenutzte städtische Räume, die sie zu temporären Locations umgestalten um dort ihre Feste zu inszenieren. Und hier liegt auch die Besonderheit der Szene:

Die Locations sind immer nur vorübergehender Natur. Sie werden erobert, genutzt und anschließend (mehr oder minder freiwillig) verlassen, um sich auf die Suche nach neuen Orten zu begeben.

Dabei sind vor allem die atmosphärischen Qualitäten des Raums wichtig. Es handelt sich häufig um Gebäude aus DDR-Zeiten mit entsprechender Historie, in denen mit Licht und Musik gespielt wird. Auch kommt dem Moment eine besondere Bedeutung zu, da sich das neue Kleinbürgertum nicht festlegen will. Ihr Prinzip und „ihre Ordnung ist der [permanente] Wandel“ (261).

Allerdings ist der Begriff des Techno-Underground für Außenstehende etwas verwirrend, handelt es sich doch nicht um die „etablierte“ Underground-Technoszene, die schon früh u.a. durch Gabriele Muri, Philipp Anz/Patrick Walder, Ronald Hitzler, Julia Werner und zuletzt Tobias Rapp erforscht wurde, sondern um Akteure, die sich vor allem der Hippie- und Punktradition verpflichtet fühlen. So entstammen viele der Hauptprotagonisten der Collectives aus der ehemaligen Hausbesetzer-Szene, die jetzt in Wagenburgen leben und verorten ihren Stil auch dementsprechend. Statt eines regressiven „Zurück zur Natur“ gilt bei den Punks „Zurück zum Beton“ wie es die Punkband S.Y.P.H. einst besang, während Rousseaus Ausspruch Leitmotiv für diejenigen ist, die sich der Hippiebewegung zuordnen. Dennoch ist beiden „Gruppen“ das Bestreben gleich, durch die Ästhetisierung des Alltags die „Trennung zwischen den Individuen zu überwinden“ (12).

Die Stärken von Schwanhäußers Ethnografie liegen einmal in der gelungenen Beschreibung der Akteure des Feldes. Dies ermöglicht dem Leser/der Leserin, sich in deren Situation hineinzuversetzen. Es lässt sich gut nachvollziehen, wie sie ihren Alltag strukturieren und aus welchen Motiven sie handeln. So werden einige der Hauptprotagonisten vorgestellt und ausführlich über ihren Lebensstil, ihre Kleidung, Drogenkonsum, Arbeit und „Partyverhalten“ berichtet.

Darüberhinaus gelingt Schwanhäußer im theoretischen Abschnitt des Buches eine eindrucksvolle Darstellung des Wandels der Stadt Berlin und der Gesellschaft im Allgemeinen. Es wird deutlich, wie stark sich inzwischen subkulturelle Werte in der Mehrheitsgesellschaft etabliert haben, bzw. wie nah beieinander Selbstverwirklichung und tendenziell antikapitalistische Einstellungen dem neoliberalen Paradigma des projektförmigen Daseins (in Anlehnung an Boltanski/Chiapello) sind.

Zudem legt Schwanhäußer dar, welche Bedeutung die Szene insgesamt für das Bild der Stadt und somit auch für Postadoleszente in ganz Europa hat, die bis heute in die Stadt strömen. So kann das Buch auch als eine Art Vorgänger von und Ergänzung zu Tobias Rapps „Lost and Sound“ (2009) angesehen werden.

Wo es Rapp um die Beschreibung des explodierenden Rave-Tourismus durch „Easy-Jet-Raver“ in die etablierten Technoclubs geht, zeigt Schwanhäußer die Undergroundszene vor der massenhaften Internetnutzung auf, die – wenn auch unbeabsichtigt – einen Teil dazu beitrug, den Ruf einer Feiermetropole zu generieren.

Die eigentliche Musik wird, obwohl sie der Mittelpunkt und wohl auch Grund der Partys ist, in Schwanhäußers Dissertation, die diesem Buch zugrunde liegt, nur angestreift. So wäre es interessant zu wissen, was das Spezielle am Techno und seinen Varianten ausmacht, bzw. ob es nicht doch Analogien gibt, zwischen der Fluidität der Szene und dem Fluiden des DJ-Mixes, bei dem permanent Neues im Fluss des Übereinanderblendens mehrerer Stücke entsteht.

Die oft betonte Freiheit seitens der Akteure täuscht darüber hinweg, dass deren Lebenslagen häufig extrem prekär sind – nicht nur in finanzieller Hinsicht – und es sich hier eher um Selbstausbeutung denn -verwirklichung handelt.

Viele der „normalen Raver“, die im Buch fast nicht beschrieben werden, da es sich größtenteils um die Macher hinter den Kulissen handelt, nehmen diesen Lebensweg als einen Fluchtweg vor anderen Problemen. Auch der massive Drogenkonsum, der aus eigenen Beobachtungen nicht nur aus Cannabis sondern auch aus Amphetaminen, Metamphetaminen und anderen Substanzen besteht, deutet darauf hin.

Resümierend betrachtet, gelingt Anja Schwanhäußer eine Ethnografie einer postmodernen Szene, die sich sehr positiv von anderen Werken über die Technoszene im weiteren Sinne abhebt und dies zusätzlich mit Urbanität (auch in ihrer historischen Entwicklung), theoretischen Raum- und Schichtkonzepten in Verbindung bringt und anschaulich die kausalen Zusammenhänge aufzeigt.

[Diese Rezension erschien zuerst in: Hegner, Victoria; Hemme, Dorothee (Hg.): Kulturen. Feldforschung@cyberspace.de, Heft 2/2011, Göttingen, S. 62-64]

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Kleinschmager Audio – Baan Panburi EP [Dekadent 012]

dekadent012.jpg

Hüpfen oder Fliegen? Kann mich noch nicht ganz entscheiden, wie man ‚Cochlea‘ am Besten in Körperbewegungen umsetzt. Hochpräzise jedenfalls wie der Leipziger die Sounds einsetzt, ohne dass das melodische zu dick aufträgt. Vielmehr lässt es Raum für den kopfeigenen Nightflight. Der Remix des Franzosen From Karaoke to Stardom macht die Entscheidung schon einfacher.

Sein ruhiger Trance lädt schnell zum Fliegen ein, wuchtige Bassdrum für die nötige Startpower, ausladende Sounds für die Tragflächen und genug Spielereien damit der Trip spannend bleibt. Die B2 als rasselndes, kaum melodisches Stück setzt sich zwar klanglich gut ab, aber hat keine Chance gegen die beiden sehr guten Tracks vorher.

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