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Best Of 2013 – Forest Swords / Thee Oh Sees / Brian Eno

Forest Swords – Engravings
So mag ich meinen Dub: trocken bis düster, die Zukunft als Verheißung im Blick und (meine) Hörgewohnheiten brechend.


Engravings [Vinyl]

Thee Oh Sees – Floating Coffin
Nachdem sie auf Putrifiers II den Interessantheitsgrad der Brüche ihres psychedelischen Punkrocks in ungeahnte Qualitätshöhen geschraubt haben, gab es auf Floating Coffin einen Retardismus, der wie ein heilendes Mantra wirkt. Ein dicker, fetter Mittelfinger in die Richtung derjenigen, die von einer „Indie“- (ürgs) Band erwarten, daß ihre Entwicklung darin besteht, komplizierte, fein abgestimmte Strukturen zu schaffen.

Diese unkorrumpierbare Band hat die Macht dich um circa 20 Jahre jünger zu machen. Inklusive steifem Nacken. Ich bin zutiefst dankbar dafür.



Floating Coffin [Download]

Brian Eno – LUX
Der Großmeister hat seine Kreise zum Schwingen gebracht. Manchmal braucht man nicht mehr um glücklich zu sein. Healing Music.

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Best of 2013 – Devendra Banhart / Hailu Mergia / Laurel Halo

Devendra Banhart – Mala
Kein anderes Album ist im Hause Klemt 2013 wohl öfter gelaufen als dieses. Das mag daran gelegen haben, daß mein Weib es ebenso positiv bewertete wie ich. Klassisch-ironisches Songwriting von einem Meister des verführenden Hüftschwungs.

Hailu Mergia & His Classical Instrument – Shemonmuanaye
Das Mulatku Astatke eine coole Sau ist, wußte ich schon lange. Mit dem Akkordeon schraubt sich nun Hailu Mergia mit der Pentatonik seines Ethno-Jazz-Folks einen warmen Platz in meinem Bewusstsein. Dazu webt er Moog, Rhodes und Rythm Machine so ineinanderwebt, daß man aus diesem feinen Netz nicht mehr entfliehen mag. Auch wenn die Aufnahme von 1985 und damals nur auf Cassette erschienen ist, darf sie nicht in meinen Jahrescharts fehlen. Extrem hypnotisch.


Hailu Mergia & His Classical Instrument: Shemonmuanaye

Laurel Halo – Chance of Rain
Je mehr ich versuche, für diese Platte Worte zu finden, desto eher stammele ich unbeendete Sätze, die irgendwas von Jazz, Künstlersubjekt und Pop im 21. Jahrhundert faseln. Tolle Platte. Aber man muss es mögen.


Chance of Rain Download

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Best of 2013 – Dean Blunt / Akron/Family / Bill Callahan

Dean Blunt – The Redeemer
Erstaunlichste Platte dieses Jahres. Die Geschichte einer Trennung mitsamt gebrochenem Herzen durch in sich widersprechende Songs und Sounds erzählt. Und obwohl die Dramatik eher simpel ist, so erscheint ihr Autor als mysteriöses Wesen. Ich kann nicht sagen, daß ich das Album wirklich gut finde. Es hat mich nur wirklich sehr interessiert.


The Redeemer Download

Akron/Family – Sub Verses
Wenn ich in der Syntax meiner Jahrescharts bleiben darf, die komplette Antithese zu den Oh Sees: Hier die fein abgestimmten Strukturen, riesig sich auftürmende Gitarrenwände, elegischer Männergesang, barock und progressiv gedrechselte Arrangements. Ein Meisterwerk. So sagt man wohl dazu.


Sub Verses [Vinyl]

Bill Callahan – Dream River
Ob man im Alter noch ein guter Liebhaber sein kann beantwortet Bill Callahan gewohnt souverän.


Dream River Download

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Best of 2013 – Bibio / Gold Panda / Roedelius Schneider

Bibio – Silver Wilkinson
Es gab da mal eine Frau in die ich ein wenig verknallt war. Das Schlimme war, daß sie sich nicht mit mir abgeben wollte, weil sie mir vorwarf, ein „Hippie“ zu sein. Das war damals ein ziemliches Schimpfwort. Wenn ich damals Bibio zur Hand gehabt hätte, wäre mir die Beschimpfung wahrscheinlich nur halb so übel eingefahren.
Nicht daß hier die Welt jetzt total heile wäre, aber sie lässt sich einfach mal besser ertragen. Durchweg harmonisch ineinandergreifende Synthflächen werden durch punktuell angefunkte Melodieblitzlichter durchbrochen. Und Joy Division waren ja auch irgendwie Hippies. N’est-ce pas?


Silver Wilkinson [Vinyl LP + mp3]

Gold Panda – Half Of Where You Live
Eine dickflüssige und golden-geheimnisvoll funkelnde Injektion Pop für mich.


Half Of Where You Live Download

Roedelius Schneider – Tiden
Wunder-, wunder-, wunderschöne Platte! Der Kraut, der hier ausgebreitet wird, bietet Melodien und Klangräume an, die äußerst zurückhaltend wirken. Und wenn man genau hinhört, entdeckt man Dinge, die man so nicht für möglich gehalten hätte.

Tiden

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Best of 2013 – Colleen / Tera Melos / Laura Mvula

Colleen – The Weighing of the Heart
In den besten Momenten wirkt dieses Album wie ein tastend sich vorwärts bewegendes Insekt. Musik wird hier als etwas nicht unbedingt Selbstverständliches vorausgesetzt, sondern erst im Spiel mühsam entwickelt. Dabei ist dieses Experiment keine befreiende Selbstverwirklichung, sondern melancholische Unterwerfung unter die Befindlichkeit.
(Anm. Sub_Kid: Klingt ja erstmal schrecklich: „Unterwerfung unter die Befindlichkeit“ – Musikalischer Stuckrad-Barre?)


The Weighing of the Heart Download

Tera Melos – X’ed Out
Die größte Hoffnung des Math-Rock hat sich eine Rockplatte gegönnt, und dabei herausgekommen ist ziemlich süchtig machender Timing-Pop. Mir gehen die schlechten Bezeichnungen aus. Geiles Brett halt.


X’ed Out [Vinyl]

Laura Mvula – Sing To the Moon
Die Stimme. Die Stimme. Die Stimme. Drumherum kongenial komponierte Arrangements drapiert wie ein Pelz um den Hals der schönsten Frau der Welt.

Sing to the Moon (Deluxe)