via

Tracklisting:
Emika – Almost The Sky (edit, forthcoming)
Paul Du Lac – Backstreet Boy
Jesse Saunders – 5A
Emika – A Capella
Paul Du Lac – M.Y.O.
Theo Parrish & Carl Craig – Falling Up
Emika – XXXtacy (vocal edit, forthcoming)
Ekman – Sharada
Tyree – Nuthin Wrong
Kassem Mosse – Broken Patterns
Erika – North Hex
Jonsson-Alter – Tuffa Sig
Braille – The Year 3000
Graze – Ripley
Emika – Lets Dance (Shocklee-Emikaized Version, forthcoming)

“Ich erkenne in einem der Söldner den Sex-Nachbarn aus Traumebene Eins wieder. Meine Freundin geht auf ihn zu und umarmt ihn. Sie scheinen sich zu kennen. Ehe ich etwas sagen kann übergießt mich einer der Söldner mit einer klaren Flüssigkeit. “Wasser (oder Insektenschutzmittel)“, denke ich. Dann werde ich bei lebendigem Leibe in Brand gesteckt … “

Read: Epischer Alptraum Teil 1

Artikel
0 Kommentare

Die Traumlande

Ich muss es irgendwie verpasst haben, aber bis Anfang August lief eine Crowdfunding-Kampagne für eine Verfilmung des Traumzyklus von Old-School-Horrormeister H.P. Lovecraft. Genau genommen handelt es sich um die Kurzgeschichten „Celephaïs“, „The White Ship“, „The Strange High House in the Mist“ und „The Dream-Quest of Unknown Kadath“. Anyway, die Kampagne ist erfolgreich zu Ende gegangen und mit etwas Glück werden wir Die Traumlande 2017 im Kino sehen dürfen.

Roland, ein Waisenjunge mit einer schwierigen Vergangenheit, wird von einem mysteriösen alten Mann in eine andere Welt geführt, die über Jahrtausende hinweg von den großen Träumern der Menschheit im Schlaf erschaffen wurde. Dort herrscht der alte Mann als König und er möchte Roland zu seinem Nachfolger ausbilden. Doch Roland gelingt es nicht den dunklen Schatten zu überwinden, der auf ihm lastet, und er muss sich entscheiden, ob er seine Fähigkeiten dafür einsetzen will, um die Traumlande weiter zu vergrößern, oder um zu zerstören, was andere errichtet haben.

Das Preview ist fantastisch und lässt auf ein vielschichtiges Fantasy-Abenteuer hoffen:


Hinter dem Projekt steht der Regisseur Huan Vu, Teil der vielversprechenden Filmemacher-Gruppe Neuer Deutscher Genrefilm. Eine Sache wurde auf jeden Fall richtig gemacht: Die Hauptrolle spielt kein deutsches Filmsternchen und auch sonst ist ein internationaler Cast geplant. Auch H. P. Lovecraft als Autor bietet genügend Vielschichtigkeit um Die Traumlande zu einem Fest für Kritiker und Zuschauer zu machen.

Artikel
0 Kommentare

Buchtipp: Marcus Hammerschmitt – Pension Barbara

Pension_Barbara-Farbe

“Eine ätzende Novelle aus dem Herzen der deutschen Gesellschaft.”

So bewirbt der eBook-Verlag Das Beben den Roman Pension Barbara von Marcus Hammerschmitt. Der Autor erzählt aus dem Leben von Felix Walter, einem neurotischen Mann, der seiner just entbindende Frau beistehen will und sich dafür in die spießige Pension Barbara im Dörfchen Kesslingen einmietet. Hammerschmitt schafft es mit seiner präzisen Beoachtungsgabe genau den Horror zu beschreiben, der einen in deutschen Provinzstädten zuweilen befällt.
„Die Hölle, das sind die anderen“, so sagte Sartre, und brachte damit ein Grundgefühl der Moderne auf den Punkt. Kaum verlässt der Mensch seine Hood, schon muss er sich mit dem Elend und der baren physischen Realität von Menschen befassen, die nicht so sind wie er und seinesgleichen. Hierzulande hat u.a. Franz Kafka diese Art von neurotischen Realismus geprägt. Und tatsächlich drängen sich auch Vergleiche mit dessen Romanfragment “Das Schloss” auf, in dem K. als “Landvermesser” eingeführt wird, der Schwierigkeiten hat sich dem Schloss und seinen Bewohnern zu nähern. Bei Hammerschmidt heißt es:

“Der Kocher hatte noch kaum angefangen zu arbeiten, da fragte mich Lessing: „Und was machen Sie so, beruflich?“ – „Ich bin Vermessungsingenieur.“ Er nickte nur. Frau Lessing goss den Tee auf und stellte mir die Tasse auf den Tisch, setzte sich selbst aber nicht. „Mein Mann hatte früher einmal eine kleine Baufirma. Wir sind aber lange nicht mehr aktiv.“ (…) Ich musste also davon ausgehen, in Herrn Lessing einem Menschen gegenüberzusitzen, der während seines aktiven Berufslebens Leute wie mich schon aus Prinzip gehasst hatte, und dies aus Gründen, die vor allem mit der Trägheit der menschlichen Seele zu tun haben, wahrscheinlich auch heute noch tat. Kein Zweifel, mein Aufenthalt in der Pension Barbara begann auf dem völlig falschen Fuß. (…) „Und da können Sie“ brachte Lessing hervor, „einfach so in der Weltgeschichte herumfahren, als Vermessungsingenieur?“ Genau wie vermutet: Hass. Blanker Hass, kaum durch die Erfordernisse der Zivilisation gebändigt. Wie hätte ich bei dieser Sachlage die Wahrheit erzählen können, nämlich, dass ich temporär arbeitslos war und bis zum Antritt meiner neuen Stelle in zwei Monaten tun und lassen konnte, was ich wollte?”

Ich finde es vergnüglich wie Felix Walter schon auf den ersten Seiten hysterisch-neurotisch durch die Welt von Pension Barbara stolpert und sich an seinen Befindlichkeiten weidet. Im weiteren Verlauf des Romans entpuppt sich die Waltersche Neurose dann mehr und mehr als nützliche Sensibilität gegenüber den Scharaden der Dorfbevölkerung. Wer denn nun eigentlich stranger ist, Objekt oder Subjekt des Romans, bleibt dem Leser überlassen.
Jakob Schmidt, einer der Verleger, lobt außerdem

“(e)ine seltene sprachliche Exaktheit, eine paranoide Grundstimmung, die auf dem schmalen Grat zwischen Bedrohlichkeit und Absurdität wandelt, die schonungslose Nachzeichnung eines spießigen, beengenden Millieus …”

und das klingt gut. Auch die Leseprobe macht Lust auf mehr …
Download