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Die Maßnahme – Das Finale

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4. DUNKELHEIT

Die Gruppe sitzt wieder geordnet im Schulungsraum. Der Jalousienschrott wurde sauber in die Ecke gefegt. Die Tageslichtröhre in der Fensternische flackert und wirft nur noch ein fahles Licht auf die Teilnehmer. Angela steht wieder an der Tafel und schreibt, alle schreiben brav mit.

Angela: »Also, wir können die Möglichkeiten des Internets prima für unsere Stellensuche nutzen. Nehme wir mal die Nadine. Du hattest Lateinamerikawissenschaften studiert?«
Nadine: »Ja, also Regionalwissenschaften Lateinamerika.«
Angela: »Ja, dann gibst du bei Google ein: Jobs, Lateinamerika und Wissenschaft … Oder Markus: Jobs, Gitarre, Berlin … Wir leben im Informationszeitalter, alles ist nur einen Mausklick weit entfernt. Ich werde nachher auch noch eine Broschüre austeilen wie man im Ausland auf Jobsuche geht. In vielen Ländern sieht das ja noch besser aus als hier bei uns.«
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Die Maßnahme – Der dritte Akt

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3. LICHT AUS

Mittlerweile sind die Kartonbogen auf den einzelnen Plätzen wieder eingesammelt. Die vorderen beiden Tische sind zueinander gedreht und zusammen geschoben worden, es soll eine Bewerbungssituation dargestellt werden. Angela ist die Beobachterin, Thorsten der Personalchef und Nadine die Bewerberin. Markus ist auf Thorstens Platz versetzt worden, rückt zu Beginn der Szene näher zu Peter. Angela, Nadine und Thorsten sind im Freeze, bzw. lesen Texte.

Markus: »Soll ich dir ma’ zeigen wie du dir n’ paar Euro zum Hartzen dazuverdienen kannst, ohne viel Arbeit…?«

Peter scheint nicht besonders interessiert, aber eine Mischung aus grundlegender Höflichkeit und mangelndem Mut zum Widerspruch zwingt ihn dennoch zum Zuhören …

Markus: (skizziert auf dem Tisch) »Pass auf, du kennst doch das Wochenendticket? Da kannst du an einem Tag vier Leute mit in die Bahn nehmen und durch Deutschland tingeln … Da kauf ich mir eine von und inseriere dann in der Mitfahrzentrale vier Fahrten nach Hamburg für 15 Euro die Fahrt. Die fahren dann alle in der Bahn mit und dann hasse’ schon nach einer Fahrt die Kosten wieder raus … Na, und dann halt wieder zurück … Letztes Jahr ging das auf jeden Fall …«
Peter: »Wie jetze? Mit Leuten die de jahni kennst?«
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Die Maßnahme – Der zweite Akt

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2. EINSCHLUSS

Die Bühne wird leicht umgeräumt. Alle haben nun Filzschreiber und farbige Kartons auf ihren Plätzen liegen, ein paar Kartons pappen auf der Tafel. Nadine und Markus schreiben eifrig, Peter hat scheinbar nichts zu tun, Thorsten hat offenbar nie angefangen.

Angela: (floskelnd) »Ja, da ist ja schon einiges zusammengekommen hier. Dann wollen wir uns doch mal an die Auswertung machen …«
(sieht sich die Kartons an)
»Sänger von Arcade Fire … (dreht sich zu Markus um) Das bist sicher du? … Also nichts schreiben was man schon ist, nee?«
(Nadine schaut Markus bedeutungsvoll an.)
»… Altbauwohnung in der Altstadt von Stockholm, Bar Refaeli als Frau, Buchbinder, Job in einer Kreativagentur … Thorsten, Sie haben nichts geschrieben …?«
Thorsten: (provokant) »Nö! Wat soll ick denn da schreiben?«
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Die Maßnahme – Der erste Akt

Ich habe mich entschlossen ein paar besondere Inhalte auf realvinylz.net online zu stellen – allerdings nur für Mitglieder.

Mitglied bei realvinylz.net kann jede(r) werden, der/die seinen/ihren Namen und e-mail Adresse hinterlässt. Die e-mail Adresse werde ich dazu verwenden alle Jubeljahre einen Newsletter zu schicken, in dem ich auf aktuelle eBook- oder Printveröffentlichungen von mir hinweise.

Was haben Mitglieder davon?

Mitglieder können ganze Texte (Manuskripte, Drehbücher, Theaterstücke) umsonst und vor einer regulären Veröffentlichung lesen. Natürlich können sie auch kommentieren und Verbesserungsvorschläge geben.

»Die Maßnahme«

Den Anfang macht das Hartz IV-Theaterstück »Die Maßnahme«, angelegt für 5 Hauptrollen (2 weiblich, 3 männlich) und eine Nebenrolle (männlich).

1. ANKUNFT

Ein leerer Raum, eine Schiefertafel auf der linken Bühnenseite, daneben ein Overheadprojektor, ein schwarzer Plastikpapierkorb und ein ein typischer Schulzubehör-CD-Player. Vier in Zweierpaaren aufgestellte Schultische und Stühle, ein Dozententisch. An der Hinterwand befindet sich ein Fenster mit runtergelassenen Jalousien. Tageslicht scheint durch. Die Tür befindet sich am rechten Bühnenrand. Man hört sanfte, meditative Panflötenmusik.
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via
Artist Bandcamp

»Throbbing synths are smothered in static, guitars are buried in mossy noise and crushed LinnDrum loops heave against each other like tectonic plates, occasionally crumbling away completely – but throughout you can hear traces of the mournful shoegaze and ‘80s pop that bubble under the surface of the new record.«

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